Kleine Helfer, große Wirkung!
Genuss-Garten-Stammtisch zu Nützlingen
Beim Genuss-Garten-Stammtisch am 12. Juni 2026 in Hörmanns drehte sich alles um die vielfältige Tierwelt im Garten, die Förderung von Nützlingen und die Frage, wie Schäden an Pflanzen richtig erkannt und eingeordnet werden können. Referent Benjamin Herzog vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen praxisnahen Einblick in die Grundlagen des Pflanzenschutzes – von der Auswahl geeigneter Sorten für den Standort bis zur Beurteilung von Schäden im Garten.
Dabei wurde deutlich, dass nicht immer Tiere oder Insekten die Ursache für geschädigte Pflanzen sind. Gemeinsam wurde besprochen, wie sich Schäden durch Schnecken, Engerlinge oder Blattläuse von Frostschäden, Trockenstress, Pilzkrankheiten oder anderen Ursachen unterscheiden lassen.
Auch die Förderung von Nützlingen war ein wichtiges Thema. Naturnahe Gartenpflege und das Belassen von Pflanzenresten über den Winter schaffen wertvolle Lebensräume und helfen dabei, natürliche Gegenspieler von Schädlingen im Garten zu fördern.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Familien Wald und Gabler, die ihre Gärten für die Veranstaltung öffneten. Dort konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Tiere, Insekten und Pflanzenschäden direkt vor Ort erkunden. Die Funde wurden mit Becherlupen untersucht, unter dem Mikroskop betrachtet und gemeinsam besprochen. Darüber hinaus blieb ausreichend Zeit für Fragen und den Austausch von Erfahrungen aus den eigenen Gärten.
Die wichtigste Erkenntnis des Nachmittags lautete: Erst bestimmen – dann handeln. Wer Tiere, Nützlinge und Schadbilder richtig erkennt, kann Ursachen gezielter einordnen und reagiert im Garten deutlich gelassener. Nicht jeder Schaden erfordert sofortiges Eingreifen – oft lohnt es sich, abzuwarten und die natürlichen Zusammenhänge wirken zu lassen. So gehören etwa Blattläuse zum Garten dazu und dienen vielen Nützlingen als wichtige Nahrungsquelle. Durch offene, vielfältige Blüten können beispielsweise Schwebefliegen gezielt gefördert werden. Wer die ökologischen Zusammenhänge im Garten kennt, schafft gute Bedingungen für Nützlinge und muss langfristig seltener eingreifen.