Naturforscher
Kinder- und Ferienakademie in Reingers
Biodiversität mit allen Sinnen erleben
Nach einem gemeinsamen Start in die Ferienwoche wartete am Dienstag ein besonderer Vormittag auf die jungen Naturforscherinnen und Naturforscher. Umweltpädagoge Benjamin Herzog nahm die Kinder mit auf eine spannende Reise „Rund um die Schnecke“. Dabei wurde Biodiversität ganz anschaulich und mit allen Sinnen erlebbar. In Fühlboxen konnten unterschiedliche Naturgegenstände ertastet werden, bei Spielen wurde Wissen vermittelt und so manche überraschende Erkenntnis gewonnen. Auch unter dem Mikroskop wurden verschiedene Tiere genau unter die Lupe genommen. Ausgestattet mit einem selbst gebastelten Forscher-Rahmen gingen die Kinder an diesem Tag nach Hause. Er soll sie auch nach der Ferienwoche dazu anregen, immer wieder in die Rolle der Naturforscherin oder des Naturforschers zu schlüpfen, die Umgebung bewusst wahrzunehmen und mit offenen Augen nach den kleinen und großen Wundern der Natur Ausschau zu halten.
Für ein besonderes Highlight sorgten schließlich die Achatschnecken, die von den Kindern aus nächster Nähe beobachtet werden konnten. Der Vormittag zeigte eindrucksvoll, wie großartig und vielfältig die Natur ist – und wie viele spannende Entdeckungen selbst in kleinen und oft unscheinbaren Lebewesen stecken.
Dem Boden auf der Spur
Über zwei aufeinander aufbauende Vormittage widmeten sich die jungen Naturforscherinnen und Naturforscher dem Boden unter ihren Füßen. Gemeinsam mit Kulturtechniker und Naturvermittler Dipl. Ing. Jakob Pfeiffer gingen sie der Frage nach, was sich unter unseren Füßen verbirgt.
Mit Bodenproben von unterschiedlichen Standorten konnten die Kinder verschiedene Böden genau unter die Lupe nehmen. Sie erforschten, wie sich Waldboden und Ackerboden unterscheiden, wie die Böden riechen und sich anfühlen und welche Eigenschaften sie haben. Bei Experimenten wurde außerdem untersucht, wie gut Wasser in den unterschiedlichen Böden versickert und welche Rolle der Boden für den Wasserhaushalt und unsere Lebensräume spielt. Der eine oder andere kleine Fund wurde anschließend noch mit der Becherlupe genauer betrachtet.
So wurde der Boden, den wir im Alltag oft kaum beachten, zu einem spannenden Forschungsfeld und die Kinder konnten selbst erleben, wie wichtig gesunde Böden für Natur, Landwirtschaft und eine klimaangepasste Zukunft sind.
Natur entdecken und selbst aktiv werden
Neben den fachlichen Inputs blieb während der Woche genügend Zeit für gemeinsames Spielen, Bewegung und kreative Aktivitäten. So konnten die Kinder ihre Umgebung nicht nur kennenlernen, sondern selbst aktiv werden und ihre eigenen Ideen umsetzen. Zum Abschluss erhielten die jungen Naturforscherinnen und Naturforscher ihre wohlverdienten Urkunden.