Waldbau – Exkursion im Zeichen der Kiefer und des Klimawandels

WWG Litschau, LK Niederösterreich und KLAR! Waldviertel Nord luden zu fachlichen Ein- und Ausblicken

Unter dem Titel „Heimische Kiefer im Lichte des Klimawandels“ führten OFM Willibald Hafellner und Forstassistent Benjamin Schindl durch den Forstbetrieb des Kinsky’schen Forstamts Burg Heidenreichstein. Die 25 Teilnehmer erhielten Einblick in den Forstbetrieb, der auf eine lange Tradition der Kiefernbewirtschaftung zurückblickt. Zeitweise intensive Holznutzung für die Glaserzeugung (Holz als Energielieferant und zur Pottaschegewinnung) sowie auf vielen Flächen intensive Streunutzung führte zu einer Bodenverschlechterung, wodurch heute ein vergleichsweiser hoher Anteil an Kiefer (rund 37 %) prägend ist. In Zeiten des Klimawandels setzt der Forstbetrieb insbesondere auf die Baumart Kiefer. Dabei werden die Potenziale der Naturverjüngung genutzt, um auf möglichst effiziente Art und Weise einen stabilen, vitalen und nachhaltig bewirtschaftbaren Wald als Rohstofflieferanten mit all seinen weiteren Funktionen zu erhalten.

Gelungene Beispiele für Naturverjüngung von Kiefer, Fichte, Buche und Ahorn sowie waldbauliche Maßnahmen wurden in den Revieren präsentiert und diskutiert. Die Voraussetzung zur Förderung der Kiefern-Naturverjüngung wurde nicht nur erläutert, sondern auch am Beispiel der Bodenbearbeitung praktisch vorgeführt. So bot die Waldbau-Exkursion eine gelungene Mischung aus Fachgesprächen, Hintergrundinformationen und praktischen Tipps für die Bewirtschaftung und die Realisierung eines widerstandsfähigen und klimafitten Waldes.

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